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PRESSESTIMMEN:

Geschichten von Liebe und Leidenschaft Temperamentvolles Konzert in Drüggelte

Geschichten von leidenschaftlichen Spanierinnen und unerfüllter Liebe wurden am Sonntag in der Drüggelter Kapelle lebendig. Mezzosopranistin Feline Lang versetzte sich mit Gesang und Körpersprache überzeugend in die Figuren aus verschiedenen Operetten. Harfenistin Brigitte Langnickel-Köhler, die vor zwei Jahren bereits einen Soloauftritt in der Kapelle hatte, begleitete ihre Tochter.
So erlebte das Publikum unter anderen das einfache breitbeinig dasitzende Hausmädchen, das sich durch Diebstähle ihr Leben verschönert, die vornehme Dame aus Madrid, die die Stadt wegen unerfüllter Liebe verlassen will und die Wirtstochter, die im Morgengrauen auf ihren Geliebten wartet, bis die Sonne aufgeht und jede Hoffnung auf ein gemeinsames Leben zerstört. Unter dem Titel „Ay! Amor!“ erklangen dabei neben einigen Flamencos auch spanische Volksmusik, Romanzen und Balladen.
Die Gesangsvorträge wurden durch Solostücke der Harfe unterbrochen. Die Begeisterung der beiden Musikerinnen an der Musik und ihre Geschichten sprangen auf die zahlreichen Zuschauer über. Begeistert applaudierten sie nach jedem Vortrag und forderten zwei Zugaben.
Anna Vollmer, 13.8. 2009 Westfalenpost/Möhnesee

Vollendete Technik, exquisite Musikalität
Von Francisco Pujiula

Eschwege. Beglückende Klänge aus einer ungewöhnlichen instrumentalen Kombination. Die gebannt lauschenden Zuhörer beim Konzert mit dem Duo Langnickel im Rittersaal am Freitagabend erlebten musikalische Kleinodien in faszinierenden Interpretationen. Brigitte Langnickel-Köhler, Harfe, und ihr Mann Reinhard Langnickel, Cembalo, spielten zusammen oder solistisch Werke vom Barock bis zur Gegenwart – mit vollendeter Technik und exquisiter Musikalität.
Große Komponisten waren im Programm vertreten neben fast vergessenen Meistern, aber eins hatten alle Werke gemeinsam: sie waren faszinierende Beispiele des musikalisch Schönen.
Und die Künstler glänzten mit meisterhaften Interpretationen. Die Harfenistin mit einer eigenen Komposition nach traditionellen spanischen Melodien oder mit einer einfühlsamen Harfe-Fantasie von Saint-Saens, der Cembalist mit drei kurzen Sonaten aus dem 18. Jahrhundert oder mit einer Bachschen Fantasie.
Am Schluss setzten die Künstler mit modernen Werken einen reizvollen Kontrastakzent. Mit einer Adaption von Gershwins „Summertime“, vor allem aber einem betörenden Kunsttango von Piazzolla. Lange Ovationen und eine Zugabe am Ende dieser fabelhaften Veranstaltung des Kultursommers.
Werra-Rundschau 13.7.2009

Tangos zum AbschiedReinhard Langnickel verlässt die Hochschule
von Thomas Dohna
¦Herford.
Es mutete schon ziemlich teuflisch an, was Reinhard Langnickel da auf dem Flügel in der Aula der Hochschule für Kirchenmusik produzierte. Der Pianist und Professor der Hochschule für Kirchenmusik verabschiedete sich gestern mit einem für ihn typischen Konzert.
Gemeint ist der Csárdás macabre von Franz Liszt. Langnickel, der mehr als 31 Jahre an der Hochschule lehrte („mein halbes Leben”) feuerte die mit pianistischen und musikalischen Schwierigkeiten nur so gespickte Komposition mit schlafwandlerischer Sicherheit aus dem Flügel heraus. „Das ist Musik, die er richtig gut kann”, meinte ein früherer Kollege Langnickels.
Der kann aber noch anderes, Tangos von Astor Piazzolla zum Beispiel, die er für Harfe (Brigitte Langnickel-Köhler) und Klavier arrangiert hatte. Mit viel Gefühl für die südamerikanische Sehnsucht nach tiefen Gefühlen und schwerem Ausdruck vollführten die beiden die Tangos. Einer davon war der Libertango, der Freiheitstango. Nicht umsonst habe er diesen aufs Programm gesetzt, denn nun sei er frei, das zu tun, was er wolle, meinte Langnickel.
Das Konzert (ohne ausgedrucktes Programm) begann fast konventionell. Von Johann Ladislaus Dussek (1760-1812) spielte das Ehepaar das Allegro aus einem Duo concertante, und anschließend von John Thomas (1826-1913) ein Adagio, beides Werke, in denen die jeweiligen instrumententypischen Ausdrucksformen von Harfe und Klavier natürlich auch aufs jeweils andere Instrument übertragen werden.
In welche unkonventionelle Richtung sich die beiden aber viel lieber bewegen, zeigte sich dann schon im „Harp Flamenco”, den Brigitte Langnickel-Köhler solo auf den Saiten ihres Instrumentes förmlich tanzte. Gitarrentechnik war hörbar, aber in erweitertem Umfang, eine Harfe hat schließlich ein paar mehr Saiten als die Gitarre. Außergewöhnliche Klänge gab´s auch in Langnickels Komposition Blues Box.
Langnickel verstand sich immer als Pianist unter den Kirchenmusikern der Hochschule. Er repräsentierte immer die weltliche Seite der Musik. „Danach habe ich bewusst meine Programme in der Hochschule gestaltet”, sagt er. Schade, dass in den vergangenen Jahren hier wenig zu hören war und es auch in Zukunft so sein wird.
Neue Westfälische 09.07.2009

Virtuoses Spiel auf der Harfe 78. Auflage der Musik zur Marktzeit
Havixbeck. Musik für Harfe und Saxofon standen im Mittelpunkt der 78. Musik zur Marktzeit in der Dionysus-Pfarrkirche und ließen das Publikum zur Ruhe kommen. Mit Brigitte Langnickel-Köhler an der Harfe konnte Manfred Wordtmann (Saxofon) eine Musikerin gewinne, die mit ihrem virtuosen Spiel die musikalische Reihe bereicherte. Zur Aufführung gelangten Werke von Manfred Wordtmann, Brigitte Langnickel-Köhler, George Gershwin, Miles Davis und Stephen Forster…………
Jürgen Schädrich, WN 29.06.09

Virtuoses Dankeschön an die Sponsoren Hochschule gibt Konzert für die Ernstmeier-Stiftung
Gerd Büntzly
Herford
(HK).
Großartige Klaviermusik bot Reinhard Langnickel, langjähriger Dozent der Hochschule. Bartók, Debussy und Liszt standen auf dem Programm. Mit Debussys „Schritte im Schnee” hatte er vielleicht eines der traurigsten Stücke der Klavierliteratur ausgewählt. Es endet in zartem Dur: Aber ist das nicht das Entschweben der Seele nach dem Kältetod? Diesem Stück gleich, wenn auch längst nicht von so tiefem Gehalt, steht Liszts „Graue Wolken”, ein Alterswerk, das von tiefem Zweifel an allem kündet, was dem Meister in seinem langen Leben wichtig gewesen ist. Großartige Virtuosität bot Langnickel mit Bartóks „Allegro barbaro”, Debussys „Was der Westwind gesehen hat” und Liszts Campanella-Variationen.
Herforder Kreisblatt 16.06.2009

Was die Harfe vermag

Burgsteinfurt - Die gebürtige Berlinerin und jetzt in Warendorf lebende Harfenistin Brigitte Langnickel-Köhler hat am Sonntag das Publikum in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Burgsteinfurt begeistert. Sie hatte ein Programm mit Werken der Romantik und Moderne unter dem Motto „Was der Harfenklang vermag, kann David bestens zeigen ...“ zusammengestellt.In der Fantasie von Louis Spohr stellte sie den Klangfarbenreichtum ihres Instrumentes und ihrer Spielweise unter Beweis. Ihr optisch und klanglich wunderbares Instrument wurde im Laufe des Konzertes sowohl in den Tiefen als auch in den Höhen stark gefordert. In der „Fantaisie sur un thème de Haydn“ von Marcel Grandjany arbeitete sie das beschwingte Thema Haydns klar heraus. Sie meisterte dieses virtuose Stück, ohne ihre Virtuosität zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr diente diese stets den musikalischen Anforderungen dieses Stückes.Was man mit einer Harfe außer Zupfen noch so alles anstellen kann, konnten die Zuhörer in dem von Jo Ehrentreich vertonten 137. Psalm erleben. Hier wurde nicht nur gezupft, sondern auch rhythmisch auf den Instrumentenkorpus geschlagen und sogar mit einem Geigenbogen die Saiten gestrichen. Dadurch entstand die ganze Klangvielfalt eines Orchesters.Mit den opernhaften Klängen und Melodien in der Fantasie op. 95 von Camille Saint-Saens beendete die Harfenistin dieses eindrucksvolle Konzert, in welchem sie ihre herausragende Virtuosität und Musikalität erneut unter Beweis stellte.
VON SILKE WESRPHAL
Mittwoch, 25. März 2009  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Steinfurt)

Sensibilität im Zusammenspiel Das Duo Langnickel bot Musik aus drei Jahrhunderten und ließ nicht nur die himmlischen Se(a)iten der Harfe erklingen, sondern korrigierte mit kraftvoll irdischer Musik die verbreitete, oftmals einseitige Einschätzung dieses vielsaitigen Instruments. Dabei überzeugten die beiden Kenner ihrer Instrumente und ihrer Musik - Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel durch solistisches Können und Sensibilität im Zusammenspiel.... Mit der„Ankunft der Königin von Saba“ von Händel ließ das Duo höfische Atmospähre aufleben. Mit mozarteker Leichtigkeit und französischer Souplesse ließ die Harfenistin die Fantaisie sur un theme de Haydn von Marcel Grandjany folgen.... In „Le dance del re David“nimmt Mario Castelnuovo-Tedesco Bezug auf den 37.Psalm. Wuchtig, mächtig, gravitätisch, vituos stellte Langnickel dieses Stück am Piano vor.
Berühmt geworden ist Nino Rota durch seine Musik zu „der Pate“. In „Amacord“ zogen dessen Erinnerungen vorüber, ehe „Harp Flamenco“ spanisches Kolorit herbeizauberte. „Mozart meets Bartok at the jazzpub“ ist selbsterklärend, und Reinhard Langnickel ließ die Zuhörer mit etlichen Passagen aus der Folterkammer für Pianisten atemlos zurück. Eine kontrastreiche Suite Astor Piazzollas begeisterte zum Ausklang das Publikum, das die sympathischen Künstler mit Applaus überschüttete. Verl, 21.10.08 Bernd Heumüller

 

Lehrreiche „Klangpralinen“

Gronau. Reinhard Langnickel kredenzte eine kurzweilige Lehrstunde in Musikinstrumentenkunde. Er verdeutlichte mit seinem Programm, welche Entwicklung besaitete Tasteninstrumente in den vergangenen drei Jahrhunderten genommen haben.Von außen haben Cembalo, Clavichord, Pianoforte (Hammerklavier) und der moderne Konzertflügel durchaus Ähnlichkeit. Gemeinsamkeiten…… Die Klangunterschiede sind frappant und beeinflussten die Art und Weise, wie Komponisten ihre Stücke anlegten.Langnickel präsentierte mit dem Hammerklavier ein Originalinstrument aus dem Jahr 1780. Clavichord und Cembalo waren Nachbauten historischer Vorbilder. Nach einer einleitenden Ouvertüre von Händel spielte Langnickel drei dreiteilige Zyklen. Die Entstehungszeiten der Tonbeispiele aus jedem Zyklus korrespondierten miteinander. Die jeweils stilistisch ähnlichen Kompositionen ermöglichten es, die klanglichen Besonderheiten der Instrumente herauszuhören.Der kräftige, aber wenig dynamische Ton des Cembalos stand in deutlichem Kontrast zu dem des Clavichords, das lediglich auf Zimmerlautstärke gespielt werden kann. Dafür demonstrierte Langnickel dessen Psalterium-Effekt: Die Tasten werden leicht heruntergedrückt, ohne dass die Tangenten die Saiten berühren. Streicht der Spieler nun mit der Hand über die Saiten, ergibt sich ein Klangeffekt, der sich wie der eines Psalteriums anhört.Die Erfolgsgeschichte des Pianoforte setzte erst Ende des 18. Jahrhunderts ein – und zwar so radikal, dass das Cembalo für ein Jahrhundert von der Bildfläche verschwand. Die Tonbeispiele auf dem historischen Instrument– Werke von di Pastoia, Beethoven und Dussek – gaben einen guten Eindruck von der Klangrevolution.Nach der Pause spielte Langnickel Werke, bei denen Volumen, Dynamik und Klangvielfalt des modernen Klaviers zur Geltung kamen. Auch hier hatte der Vortragende bewusst Stücke unterschiedlicher Entstehungszeiten gewählt, um die Entwicklung zu verdeutlichen. Liszt als großer Komponist und Virtuose durfte dabei nicht fehlen. Debussys flächiger Klang verfügt über völlig andere Eigenschaften. Piazollas „Primavera Porteña“ entfaltete wiederum einen ganz anderen Charakter. Schließlich zeigte Langnickel, wie es sich anhört, wenn Mozart und Bartók sich in einem Jazzlokal treffen . . . Ein interessantes Konzert, das zudem viel Wissenswertes vermittelte.
Martin Borck
28. Mai 2008  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Gronau)

Empfindsam in silbrigem Klang

Am zweiten Ausstellungssonntag „Kunst in unserer Region“ 2007 im Kunsthaus Kloster Gravenhorst erlebte man am Sonntag ein überaus reizvolles Konzert. Himmlische Klänge von Harfe und Klavier erfüllten den Saal, nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise im einzigartigen Ambiente des ehrwürdigen Klostergemäuers. Mit Brigitte Langnickel-Köhler und Prof. Reinhard Langnickel waren zwei renommierte Künstler gewonnen worden, die den Bogen spannten von Dussek bis Piazzolla. Die beiden Musiker spielten mit großer Inspiration und Gestaltungskraft, ließen Zeit und Raum vergessen. Mit dem „Duo Concertante F-Dur op.26“ von Johann Ladislaus Dussek eröffneten beide Künstler das unterhaltsame Programm, da erstrahlte der Saal im Klang der königlichen anmutenden Instrumente. Prof. Langnickel agierte hier nicht als zurückhaltender Begleiter, sondern konnte seine Kompetenz und Anschlagskultur in den musikalischen Dialog einbringen. Perlende Läufe, wunderbar ausgespielte Melodiebögen im langsamen Satz und gezügelte Virtuosität im strahlenden Rondo machten die Interpretation zu einem Genuss. In der „Blue(s) Box“ für Harfe solo zeigte er sich als umsichtiger Komponist, hier konnte dann Brigitte Langnickel-Köhler mit Leidenschaft diese melancholische Welt mit Leben füllen. Virtuosität und ausgereifte Spielkultur setzte sie mitreißend ein, bei ihrem Spiel konnte man die Architektur der Komposition sehr transparent mitverfolgen. Kleinste dynamische Nuancen wurden von ihr in das Gesamtbild integriert, dessen Farbgestaltung außergewöhnlich war. Ganz in diesem Sinne erstrahlte der „Harp Flamenco“ nach einer Folia d’Èspagnol. Mit zündendem Temperament erklang diese poetische Komposition, leichtfüßig schwebende Klänge verbanden sich mit punktgenauen rhythmischen Elementen. Pianist Reinhard Langnickel setzte mit dem Preludes „Ce qu’a vu le Vent d’oust“ von Claude Debussy den klangmalerischen Aspekt des Konzertes einzigartig fort. Seine ausgewogene Anschlagskultur zauberte intimste Klangzauber hervor, filigran spielte er diese intime Musik. Dramatik und ungezügeltes Pathos ergänzt mit neuartigen Ausdrucksmitteln verbanden beide Künstler bei Max Sterns „Jacob Struggling with the Angel“. Da sangen die Engel im Himmel, erzählerisch erklangen seine Taten in grandioser Musik umgesetzt. Melancholie und Leidenschaft, einzigartiges Lebensgefühl des Tangos versprühten beide Künstler bei vier Werken von Astor Piazzolla - „Oblivion“, Michelangelo 70“, „La muerte del ángel“ und „Libertango“ erklangen in mitreißender Art. Intensive Spielweise belebte die berühmtesten Werke aus der Feder des großen Tango-Komponisten. Bei diesem Konzert erklang einzigartige Musik auf höchstem künstlerischem Niveau, eine Bereicherung des kulturellen Angebotes des Kunsthauses Kloster Gravenhorst.

Axel Engels, Münstersche Zeitung Kreis Steinfurt, 30.10.07

 

Ein vielsaitiges Programm

Brigitte Langnickel-Köhler und ihr Mann Reinhard Langnickel begeisterten die Zuhörer in der FBS.
Borghorst. Höchstes Niveau und ausgereifte Performance – wer am Sonntag zum Kammerkonzert der Familienbildungsstätte kam, war einem echten Geheimtipp gefolgt. Die Harfestin Brigitte Langnickel-Köhler und ihr Mann Reinhard Langnickel am Klavier boten ein vielseitiges und vielsaitiges Programm zugleich.
In den konzertanten Duetten überboten sich die beiden Instrumente in Klangvielfalt und Virtuosität. Die Romanze in as-Moll von John Thomas beispielsweise zeigten beide Musiker mit sanften Arpeggien die Bandbreite ihrer Instrumente. Selbst ein wenig Weihnachtsstimmung verbreiteten die Profimusiker. Was heute als „Tochter Zion“ in aller Munde ist, stellt gleichzeitig das Hauptthema von Beethovens Variationen „See the conquering hero comes“ dar.
Noch virtuoser als bei den Duetten ging es bei den Solostücken der Musiker zu. Der „Harp Flamenco“ von Brigitte Langnickel-Köhler war von mitreißendem Rhythmus, der auch mal geklopft oder mit Hilfe des Fingernagels an der Saite gescheppert wurde. Auch Reinhard Langnickel, der in Herford eine Professur für Klavier und historische Tasteninstrumente innehat, wusste mit Liszt und Debussy zu überzeugen. Ein impressionistisches Klangbild zeichnete der Pianist in den Saal, als er Debussys Prelude spielte, das sich am Bild von Blitz und Donner orientierte.
Höhepunkt des Abends war dann aber der „Libertango“ von Astor Pizzolla, den beide Musiker mit herrlichen Improvisationen zu einem Gesamtkunstwerk machten…. -kaw- 8.05.07 WN

Virtuose Künstler verzaubern mit silbrigen Klängen
Bad Harzburg. Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Reinhard Langnickel (Klavier) spielen in der Wandelhalle im Rahmen der Harzburger Musiktage
Den Glanz des Abends brachte das grandiose Künstlerduo Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Reinhard Langnickel (Klavier). Hinreißende Möglichkeiten des Harfenspiels zeigte die Künstlerin und brillierte in ihren Solobeiträgen von der Klassik bis zum rassigen Flamenco d'Espanol. Höchst virtuos präsentierte sich auch der Pianist Reinhard Langnickel mit Debussy und Liszt.
Faszinierend versilberten hier vier Künstlerhände ihre Musik, die sie in Originalbeiträgen und auch in eigenen Bearbeitungen vortrugen. Mit einem Duo Concertante F-Dur, op. 26 von Johann Ladislaus Dussek eröffnete das Künstlerduo beschwingt den Abend. Perlende Läufe und ein Zuspiel der Themen mit eingeflochtenen Soli bestimmten das Allegro und Larghetto. Im Rondo beglückten thematische Ähnlichkeiten mit Mozart. Viel Strahlkraft hatte auch das Allegretto.
Ihre Solobeiträge spielten die beiden Künstler stets ohne Blatt. Brigitte Langnickel-Köhler brillierte mit der Fantasie op.95 von Camille Saint-Saen (1835-1921). Tonmalereien mit allen technischen Ausdrucksmitteln der Harfe waren beglückend. Mit viel Temperament und Charme ließ die Harfenistin chinesische Pagoden in zauberhaften Gärten wach werden.
Gewitter am Flügel
Von Claude Debussy ließ der Pianist in "Voiles" zarte Schleier über die Tasten huschen, ehe in "Ce qu'a vu le d'Quest" das Gewitter losbrach mit allen Ausdrucksmitteln am Flügel. Von der Popularität her betrachtet, wurde das Duo von Ludwig van Beethoven der heimliche Höhepunkt. Zu Gehör kamen zwölf Variationen über "See the conqu'ring hero comes" aus "Judas Maccabäus" von Händel in einer Fassung für Harfe und Klavier. Getextet wurde die Musik von Ranke und ist als "Tochter Zion, freue dich" aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Im Wechsel färbten Harfe und Klavier die Thematik solistisch oder im Duo.
Spanisch und ungarisch temperamentvoll ging es im zweiten Teil mit dem Duo Espagnol g-Moll von Francois-Joseph Naderman zu. Der mitreißende Flamenco nach "Folia d'Espagnol pour Harpe" wurde virtuos mit ungeheurer Fingerfertigkeit und Klopfrhythmen auf der Harfe durchvariiert. Da gab es tosenden Applaus. Als Antwort bot der Pianist den furiosen "Csárdás macabre" von Franz Liszt.
Ovationen als Dank
Beide Künstler sind ebenbürtige Topmusiker, immer darauf bedacht, ihr Repertoire aller Zeitepochen zu erweitern. Romantischer erklangen die vier Sätze für Harfe und Klavier von Astor Piazolla. Mit Schwung und bluesig begeisterte diese moderne Musik und weckte Sommerträume. Ovationen zum Schluss und die Zugabe "Plaisire d'amour" besiegelten das Glück für die Besucher.
Christel Wollenzien-Müller . Goslarsche Zeitung, 19.06.2006

Das Publikum summt einfach mit
Harfe und Klavier: himmlische Klänge im Erbdrostenhof
Empfindsamkeit hier, Sturm und Drang dort – zwischen diese beiden Pole spannten Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Reinhard Langnickel (Klavier) am Montag ihr Programm im Erbdrostenhof. Wobei der Schwerpunkt deutlich auf Empfindsamkeit lag. Zarte Melancholie, freundlicher Sonnenschein, idyllische, friedliche Szenen – das alles liegt der Harfe auch weitaus mehr als aufmüpfige, neue Ufer anstrebende Klangereignisse.
Franz Anton Rössler-Rosettis Harfensonate war dafür ein ebenso schönes Beispiel wie das hübsche Variationswerk, das Alessandro Rolla „per Piano-forte ed Arpa“ schrieb. Sturm und Drang stecken dagegen ganz und gar in Beethovens „Pathétique“. Ob das auf dem historischen Brodmann-Flügel so richtig erfahrbar würde? Es wurde. Reinhard Langnickel ließ keine Wünsche offen, holte die ganze Dramatik Beethovens, seine große Impulsivität ans Licht, immer gestaltet mit großem Rubato, was gerade dem Kopfsatz gut bekam.
Ganz das Gegenteil dazu die Harfe: Brigitte Langnickel-Köhler bediente ein Instrument von Erard, 1805 erbaut. Ein schmuckes Teil, im Klang sehr fein, ja fast schon schüchtern. Gegen einen modernen Konzertflügel hätte es kaum eine Chance. Mit dem alten Brodmann aber ging es. Am besten jedoch kam das Instrument zur Geltung in Christian Hochbrückers G-Dur-Sonate für Harfe solo. Damit kann man beides: als Solist brillieren ob der erforderlichen virtuosen Beherrschung der Saiten. Und ebenso die Ohren verzaubern, denn das zentrale Andante ist einfach ein herzerweichend schönes Stück Musik!
Hinweg mir allen Sentimentalitäten, denn flugs blies man zum „Halali“.Johann Ladislaus Dussek heißt der Komponist, der mit „La Chasse“ eine aufgekratzte Meute auf die Treibjagd schickt – ein herrliches Getümmel auf den Klaviertasten.
Einen kurzen Abstecher nach Spanien gestattete François-Joseph Naderman mit seinem „Duo Espagnol“, obwohl sich die landestypischen Rhythmen gar nicht so ausgeprägt darin wieder finden.
Kein Erbdrostenhofkonzert ohne Überraschung, diesmal zusätzlich in Form der ersten Zugabe: Da stimmte das Publikum ganz spontan einen Summchor an. „Plaisir d´amour“ – den „Schlager“ nämlich kannte jeder, geschaffen von Johann Schwarzendorf, den kein Mensch kennt. Aber eben sein „Plaisir d´amour“
.
Christoph Schulte im Walde
          Westfälische Nachrichten, 16.11.05

Ein empfindsames Paar: Harfe und Klavier
Zart und empfinsam, Lobgesang und Ewigkeit: die Harfe kann und will nicht anders. Trotzdem gelang der Harfenistin Brigitte Langnickel-Köhler mit ihrem Mann, dem Pianisten Reinhard Langnickel, im münsterschen Erbdrostenhof ein Abend der ungehörten Art."Empfindsamkeit bis Sturm und Drang" lautete das Motto, für das ein Raritäten-Repertoire des 18.Jahrhunderts reanimiert wurde.
Das Programm bot Originalmusik f
ür diese seltene Instrumenten-Ehe aus den Jahren 1785 bis 1810. Das Duo von Ignaz Pleyel schlug bereits einen Konversationston an, der musikantische Freundlichkeit und schwindelfreie Skalenpirouetten mühelos vereinte.
In den zwei kleinen Solosonaten f
ür Harfe von F.A.Rössler-Rosetti und Christian Hochbrucker bewies Frau Langnickel-Köhler in den Diskantlagen feinstes Fingerspitzengefühl. Derart fein war die Tongebung der "Erard-Harfe" von 1805, dass es bisweilen nach frühlingshaftem Nieselregen klang.
Gegen Gemütlichkeit Mit seiner "Grande Sonate pathethique"op.13 landete Luswig van Beethoven dann einen Faustschlag auf alle Partituren galanter Gemütlichkeit. Reinhard Langnickel eröffnete im ersten Satz mit rasanten Tempi ein pianistisches Trommelfeuer, ohne Pedal zog der langsame Mittelteil zügig vorüber, wurde die Krimi/Rhetorik des Rondos ausgereizt. Gerade am historischen Brodmann-Flügel von 1828 wurde deutlich, wie Beethoven an einem neuen Klavieralphabet bastelt......................Günter Moseler
Münstersche Zeitung, 16.11.05

Königliche Instrumente erklangen Musikalische Zeitreise mit Harfe und Orgel ...............................................WN/Senden, 24.10. 2005
............................Mit dem Programm "Flores di Musica" nahm das Duo ihr Publikum mit auf eine Klangreise durchvier Epochen. Der musikalische Blumenstrauss vereinte
den rationalen, natürlichen Gestus der Renaissance mit dem leidenschaftlichen und fühlenden Geist des Barock. ..............die Harmonische Klarheit und Einfachheit der Klassik sowie die noch nie dagewesene musikalische Vielfalt der Gegenwart ergänzten das musikalische Bouquet ohne dabei die einzigartige Spur jeder einzelnen Epoche zuverfälschen. ........Rhythmische Raffinessen begeisternder Werke spanischer Meister des 16.Jahrhunderts: Im zweiten Teil für Orgel solo durchzuckten aufregende Anschläge die Musik. Ebenso virtuos und klangschön verzauberte die Harfe. Ein besonderes spanisches Kolorit mit Eindrücken der Volksmusik strahlten die Werke von Padre Antionio Soler aus. Im Concerto B-Dur von Händel bewiesen die beiden Musiker einmal mehr, dass dieses so häufig gespielte Werk nichts an seiner Frische eingebüßt hat: in dieser Fassung für Harfe und Orgel ist es von spielfreudiger kammermusikalischer Art.
Unverkennbar in seiner Klangart und zündendem Temperament bleibt der Flamenco. Und Flamenco für Harfe als der Inbegriff der Romantik vermag es, die Zuhörer in eine intime Verbindung mit der Poesie zu verzaubern. Die Erinnerung an Gitarrenklänge wurden im Abschließenden Teil wach. Mit zwei Stücken von Astor Piazzolla erlebten die Liebhaber des Orgel-Herbstes eine einmalige musikalische Begegnung.

Duo Langnickel beendet mit Stücken für Harfe und Klavier die Reihe der Schlosskonzerte von Heiko Scheepker, Nordwest Zeitung, 13.08.05
Jever - Mit Musik für Harfe und Klavier stellte sich das Duo Langnickel beim letzten Schlosskonzert der Saison im Audienzsaal des Schlosses zu Jever vor. Der Abend begann mit Johann Ladislaus Dusseks "Duo Concertante" mit einem strahlenden Allegro, lebhaften Rondo, einem Allegretto mit perlendem Schmelz und einem temperamentvollen Schluss - ein gelungener Auftakt......Schon gleich im Eingangsstück wird die musikalische Haltung des Duos deutlich. Im transparent austarierten Zusammenspiel wird die Harfenstimme sensibel freigelegt. Ganz erfreulich geht diese Zurückhaltung der Klavierstimme gegen den so oft gehörten Trend. Paul Hindemith hatte mit seiner Sonate für Harfe alle Schrecken des ungestümen Neutöners verloren. Schwermütige Melodien, das klangvolle Spiel der Soloharfe schlug besonders im träumerisch-innigen Schlusssatz in den Bann. Händels Thema zum kriegerischen Auftritt seines Helden aus dem Oratorium "Judas Maccabaeus" taucht in der Musikgeschichte viel später als der von Friedensfreude erfüllte Choral "Tochter Zion, freue Dich" wieder auf. Thematisch tut sich hier ein schier unüberbrückbares Spannungsfeld auf - eine Musik gleicherma
ßen für den Krieg und den Frieden, aber sogar nach dem Dauergebrauch dieses Themas zur fröhlichen Weihnachtszeit hat unser Duo mit der Bearbeitung von Ludwig van Beethoven einen eindringlichen Vortrag mit frischen und kräftigen Farben gefunden. Bei Erik Satie muss man - zumal wenn er für die Spielweise "avec etonnement" vorschreibt, immer auf der Hut sein; er neigt zu Ironie und Schalk. Diese Mal kam er fast harmlos: Er offerierte uns strotzend bemalte Klangflächen, zu eingängigen Melodien zusammengefügt.
Nach der Pause begann die spanische "Abteilung" des Abends. Francios-Joseph Naderman war mit zwei spanischen Tänzen vertreten. Nach einem feierlichen und getragenen Auftritt spielten die Zigeuner auf. Es waren leichtfüßig geschwebte Tänze, untermalt mit plapperndem Kastagnettengeklapper und beunruhigt von einem archaisch stampfenden Grundrhythmus. Beim Flamenco der Soloharfe klang dann die ganze Brillanz und ausgespielte Virtuosität dieser zauberhaften Volksmusik auf. Der Tango ist das musikalische Lebensgefühl der Argentinier. Als Astor Piazzolla seine erneuerte Auffassung vom Tango über das Radio schickte, stand das Land kurz vor einer Rebellion, so
unerträglich erschien seinen Landsleuten die neue Musik. Piazzolla und auch sein Schüler Rodolfo Menderes haben dramatische Musik geschrieben, voller Katastrophenklänge, machohaftem Aufbegehren und trügerischer Sanftmut: dazu ist sie technisch äußerst anspruchsvoll und erfordert eine virtuose Spieltechnik. Als Reverenz an das dankbare Publikum gab es das schwärmerisch intonierte "Plaisir d'amour", das Jean Martini vor mehr als 200 Jahren komponiert hat und das uns heute als Chanson allbekannt ist. Eine quicklebendige Salsa lupfte die Zuhörerschaft wieder aus ihrer Versponnenheit.

Münstersche Zeitung vom 28.06.05 Viel Beifall für ein grandioses Konzert .....Paul Hindemiths Harfensonate von 1939 erschien hier als exklusives Intermezzo und klang unter dem virtuosen Handgemenge von Brigitte Langnickel-Köhler wie ein verzaubertes Instrument. Der letzte Satz geriet zum singulären Moment einer beinahe meditativen Stimmung........Günter Moseler

Westfalenpost, Sonntag, 13. März 2005
Wenn Harfe und Klavier gemeinsam musizieren
Medebach. Als Soloinstrumente oder im Zusammenspiel mit großem Orchester sind die beiden unseren Ohren vertraut, die Harfe einerseits und das Klavier andererseits. Wenn aber beide gemeinsam musizieren sollten, dürfen die Zuhörer wegen dieser heute eher ungewöhnlichen Zusammensetzung besonders gespannt sein.
Mit dem ersten Stück von F. A. Boieldieu löste sich für die interessierten Gäste auf Gut Glindfeld die spannende Erwartung sogleich äußerst angenehm positiv auf.
Brigitte Langnickel-Köhler an der Harfe und ihr Gatte Reinhard Langnickel am Klavier ließen ihre beiden Instrumente auf Einladung des Kulturrings Medebach jetzt in ausgezeichneter Abgestimmtheit und Eleganz miteinander konzertieren, wobei sie sich abwechselnd in Melodieführung und deren Begleitung bzw. in "Rede" und "Gegenrede" wie gleich berechtigte Partner präsentierten.
In den Solodarbietungen stellten die Solisten ihr hochrangiges Können an ihrem jeweiligen Instrument unter Beweis. Sie machten mit ihrem begeisternden Spiel deutlich, über welch´ große Bandbreite musikalischer Gestaltungsmittel sie verfügen und konnten so das gespannt zuhörende Publikum mitnehmen zu den musikalisch gestalteten Themen, Gefühlen und Anliegen der Komponisten.
Die Variationen über Händels "Tochter Zion" von Ludwig v. Beethoven in der Fassung für Harfe und Klavier bildeten den offiziellen Abschluss eines äußerst beeindruckenden Konzertabends auf Gut Glindfeld, an den man sich noch lange erinnern wird. Dass der Funke der Begeisterung nicht nur von den Künstlern auf das Publikum, sondern auch zurücksprang, wurde daran deutlich, dass das Duo erst nach drei Zugaben ihr tolles Konzert beendete.

"Grenzgänge"Konzert der Kantorei Lippstadt wagte sich an die Grenze von Klassik und Pop
Auch Brigitte Langnickel Köhler überschritt mit der Harfe die himmlisch-irdische Grenze und schlug dennoch Töne an, die man bei diesem Instrument nur schwer vermutet. Nicht engelsgleich, sondern voll temperamentvoller Leidenschaft spielte sie nicht nur den „Libertango" von Astor Piazzolla, sondern beeindruckte ganz besonders mit dem "Harp Flamenco". Moment?Flamenco mit der Harfe? ja! Sie haben richtig gelesen, und das klang nicht nur gut, son-dern phantastisch! Der Patriot, Lippstadt, 12.10.04

Meiningen. Zugleich einen Genuss und ein Aha-Erlebnis bot das Galeriekonzert mit Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Reinhard Langnickel
(Pianoforte) am Mittwoch im Marmorsaal von Schloss Elisabethenburg. Ein Aha-Erlebnis war das Konzert sogar in mehrfacher Hinsicht: Zum einen klangen die beiden historischen Instrumente aus Londoner Werkstätten, wie im Programm angekündigt, tatsächlich sehr ähnlich. Zum anderen gab es ausschließlich Werke prominenter Komponisten zu hören, darunter von Boieldieu, Haydn, Dussek und Beethoven. Ein Beweis für die Beliebtheit dieser
für heutige Ohren ungewöhnlichen Besetzung um 1800. Das musikalische Erlebnis war frappierend, sowohl im solistischen Vortrag als auch im Zusammenspiel.
Reinhard Langnickels differenzierter Anschlag ermöglichte ihm eine geradezu delikate musikalische Sprache. Ebenso virtuos, klangschön und ausdrucksstark musizierte Brigitte Langnickel-Köhler. Beide Duo-Partner nahmen das Publikum mit auf eine lebendige Reise in die Welt der Klangfarben um 1800. Auf sehr persönliche Weise stellten sie ihre Instrumente vor. Unmittelbares Erleben Auch in der Pause erklärten sie dem begeisterten Publikum unermüdlich weitere Details. Unmittelbarer kann man sich einen Kammermusik-Abend kaum wünschen. Und selten ist historische Aufführungspraxis so spannend. Maren Goltz Meininger Tageblatt,22.10.2004

Tango am Sommerabend Harfe und Orgel tanzten in Storbeck das Publikum ist begeistert. JULIANE FELSCH 16.07. 2004 Ruppiner Anzeiger

Harfe und Orgel – ungewöhnliches Konzert in St.Martin
Die evangelische St.-Martins-Kirche bot am vergangenen Sonntag ein angemessenes Ambiente für ein ungewöhnliches Konzert, bei dem sich Harfe und Orgel buchstäblich und räumlich gegenüber standen.
Beim Ehepaar Langnickel-Köhler über Technik überhaupt zu reden, käme fast einer Beleidigung gleich. Harfenistin und Organist gaben Zeugnis von höchster künstlerischer Reife. Staunenswert allein schon die Tatsache, dass beide im Wechselspiel die räumliche Distanz zwischen Altarraum und Orgelempore in perfekter rhythmischer Präzision scheinbar mühelos überwanden.
Das zeigte sich gleich zu Beginn bei der Komposition von Pedro Blanco, wo verzierte melodische Linien, Arpeggien und Läufe in Echo-Manier hin und her durch das Kirchenschiff flossen; dabei erwies sich die Orgel als bestens für spätbarocke Musik geeignet.
War das vorangegangene Concerto schon reich an harmonischen Überraschungen, so gab es davon in der „Fantaisie“ für Harfe von Saint-Saëns ein Übermaß: Modulationen und Trugschlüsse zuhauf. Angenehm zu hören, wie sich der rauschhafte Harfenklang im Kirchenraum entfaltet.
Im Concerto B-Dur von Händel übernahm die Orgel den Orchesterpart. Das so häufig gespielte und gehörte Werk hat noch nichts von seiner Frische eingebüßt, zumal wenn es mit so akzentuiertem Elan musiziert wird. Die Solostellen des Larghetto gestaltete Brigitte Langnickel-Köhler mit verzaubernder Delikatesse. In der Kadenz zum letzten Satz demonstrierte Reinhard Langnickel seine elegante Improvisationskunst.
In den Stücken spanischer Meister des 16. Jahrhunderts war man erstaunt, welche rhythmischen Raffinessen die Stücke enthielten: Im zweiten Teil für Orgel solo durchzuckten aufregende Läufe den Ablauf, filigran die Soli der Harfe.
Im abschließenden Teil mit zwei Stücken von Astor Piazzolla erlebte der Hörer eine deutliche Zunahme des spanisch-südamerikanischen Kolorits.Erinnerungen an Gitarrenklänge und Alhambra-Stimmung wurden wach.
Von Harry Jahns, Bramscher Nachrichten 3.12.2003


..ob das Duo in die Domäne spanischer Renaissance-Meister einbrach oder Tangokönig Aster Piazzolla rhythmisch und melodisch prägnant Tribut zollte - selbst der landauf und ab so bekannte „Libertango" erfuhr unter den Fittichen der Langnickels eine hoch interessante Neudeutung....minutenlanger Beifall war die Folge. Bravo!
Markus Küper, WN 22.4.03


Was dem traurigen Saul wieder auf die Sprünge half Wenn Bibel und Musik sich unterhalten, lohnt sich das Lauschen. Erst recht, wenn wie jetzt anlässlich der Woche der Brüderlichleit zwischen Christen und Juden, das Künstlerduo Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Reinhard Langnickel (Klavier) einen „biblisch-musikalischen“ Dialog im Erbdrostenhof führte. Zu hören war programmatische Musik zu biblischen Motiven von Johann Kuhnau – Bachvorgänger an der Leipziger Thomaskirche – bis hin zu modernen Komponisten wie JO Ehrentreich. Dabei ließ die intime Besetzung mit Klavier und Harfe anmutige Klangschattierungen im „Gespräch“ zu
Mit balancierter Reizbarkeit und „zuhörendem“ kammermusikalischem Reaktionsvermögen musizierte das Duo makellos und tieffühlend. Exemplarisch hierfür die Interpretation von Kuhnaus „Musikalischer Vorstellung einiger biblischer Historien“: Der traurige Saul wird durch das erquickende Harfenspiel Davids kuriert. Johann Kuhnaus Imagination entpuppt sich als träumerische Melodienseligkeit, die das Langnickel-Duo sensibel umsetzte.
Wesentlich eruptiver hingegen „Le danze del re David“ (1925) von Mario Castelnuovo-Tedesco. Um die kultische Welt zum Klingen zu bringen wird dem Pianisten einiges abverlangt. Und so glitt Langnickel nicht gerade mit Samtpfötchen über die Tastatur: geradezu exessiv und dynamisch aufgeplustert brodelte es hier.
Quasi „Unerhörtes“ vernimmt man in Max Sterns „Jacob struggling with the angel“ (1996). Weil der alttestamentliche Kampf zwischen Jakob und dem Engel inmitten einer Schafsherde stattfindet, darf auch das Blöken nicht fehlen. Für solche Töne aus dem Naturreich blies das Musikerpaar auf einer Kazoo – erfrischende Musik, die Lachfalten programmiert.
Ernster ging es in den beiden Vertonungen des Psalms 137 von JO Ehrentreich und Charles-Valentin Alkan zu: „An den Flüssen von Babel saßen wir und weinten, da wir Zion gedachten.“ Langnickel-Köhler entlockte ihrem Instrument in Ehrentreichs mystischer Harfenmusik (1995) durch Geigenbogen, Becken- und Klopfgeräuschen ungeahnte Klangfacetten: Harfenmusik kommt auch ohne romantisch-hochfliegende Gebärden aus.
Pianistischer Höhepunkt des Abends war Alkans (op.52) über den gleichen Psalm: Weniger exaltiert , dafür sehr plastisch und musikalisch atmend brillierte Langnickel bei dem französichen Romantiker. Das ist weder knallharte Virtuosenexegese, noch sanfte Leisetreterei.
Ein durchweg mitreißendes Konzert.      Peter Schmitz MSZ 11.03.03

Swingende Harfe und furioses Klavier
Wunderbare Vielfalt von zeitgenössischen und klassischen Kompositionen
11.9.02 Gronau

Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel: Harfe und Klavier im Erbdrostenhof
......Imponierend indes war nicht nur dieses Bravourstück, sondern der ganze Abend mit Brigitte Langnickel-Köhler und ihrem Ehemann und Klavierpartner Reinhard Langnickel. Beide geboten souverän über ihre Saiten, hatten stets den gleichen Pulsschlag.....Der alte Erard-Flügel gab sich mit seinem edel patinierten Klang als idealer Harfenpartner, floss im „Grand Duet" von John Thomas wunderbar strömend mit den langgezogenen Arpeggien zusammen, sprach schließlich in Joaquin Turinas „Thema mit Variationen" auch deutlich spanischen Akzent - I-Tüpfelchen auf einem kurzweiligen, farbenreich angelegten Programm, für das die beiden ausgezeichneten Solisten begeistert gefeiert wurden. Christoph Schulte im Walde
WN23.01.2002

Vielen Dank für die Zusendung der schönen CD! Sie haben mir eine große Freude gemacht. Die Kombination Harfe-Klavier oder Cembalo, mir bisher ganz unbekannt, ist ungewöhnlich reizvoll........................Walter Dörger

Instrumente in perfekter Harmonie „Kirchenmusik"-Auftakt mit Harfe und Orgel
Im Zusammenspiel von Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel eröffneten sich den Zuhörern Klangräume, die einluden innezuhalten.
Künstler entführten die Zuhörer in unbekannte musikalische Welt
WN und Ahlener Zeitung, 9.01.02

Musikalischer Blumenstrauß zum Jubiläumsauftakt Reinhard Langnickel und Brigitte Langnickel-Köhler begeisterten
An Harfe und Cembalo überzeugten die beiden Künstler das Publikum mit Werken ab dem 16.Jahrhundert bis in die 50-er Jahre des 20.Jahrhunderts. Das Duo spielte Werke anonymer Spanier der Renaissance, Josef Blanco, G.-F.Händel und L.Boccerini. Es erklangen Cembalosoli von J-Ph.Rameau und Domenico Scarlatti. Einen starken Kontrast dazu bildeten die beiden stücke für Harfe solo aus dem 20.Jahrhundert von Sergiu Natra und JO Ehrentreich. Gewaltiger Applaus erfüllte das Bürgerhaus zwischen den einzelnen Musikstücken.
WN, 7.2.2001

Ergreifendes Chorkonzert zum Pogromnacht-Gedenken
Davids Tanz auf den Tasten
......Wie bunte Farbtupfer meldeten sich nach so viel mitreißendem Gesang zwei Instrumente zu Wort, die ebenfalls Fesselndes zu sagen hatten. Brigitte Langnickel-Köh1er entlockte ihrer Harfe eine Riesenpalette von Stimmungen. Um die Trauer än den Wassern von Babel ging es bei Jo Ehrentreichs Komposition, aber nicht nür: Auch kraftvolles Aufbegehren, Zerrissenheit, Aggression kamen über. Mit dem Bogen (!).,entlockte die Harfenistin ihrem Instrument nasale Melancholie.
Künstlerisch auf ebenso hohem Niveau brachte Reinhard Langnickel den Tanz des Königs David auf die Tasten des Flügels. Wahrhaft ekstatisch ging es hier zu, ein Feuerwerk von Rhythmus und Klangfarben. Schön, dass der Pianist das überschäumende Werk von Mario Castelnuovo-Tedesco nicht nur mit traumhafter Fingerfertigkeit bewältigte, sondern auch feinfühlig filigranste Strukturen aufdeckte.
Münster, 13.11. 2000

Ein Lebhaftes Zwiegespräch zwischen Harfe und Orgel
. Am fünften Abend der ,,Fallingbosteler Sommerserenade 2000" erklang in der St. DionysiusKirche eines der ältesten bekannten, aber in Konzerten solistisch eher selten zu hörenden Instrumente: die Harfe, meisterhaft gespielt von Brigitte Langnickel-Köhler. Dazu trat als gleichwertiger Partner die Orgel, ebenfalls äußerst souverän und versiert gespielt von Reinhard Langnickel. Die beiden Künstler boten mit ihrem Programm ,,Flores di Musica" einen beglückenden Hörgenuss, einen wunderschönen musikalischen Blütenstrauß, der die Besucher vom ersten zarten Ton und perlenden Akkord der Harfe an faszinierte. Die ungewohnten, zum Teil sehr leisen Klänge zwangen zu besonders intensivem Hinhören und schufen dadurch eine ganz eigenartige Atmosphäre der Stille und Konzentration.
Die beiden Stücke für Harfe solo entführten die Besucher, zum Beispiel in dem Werk ,Japanisches Nocturne" von Yamatogoto in eine wunderbar fremdartige, fast zauberhafte Klangwelt. Auch eigentlich gut bekannte Kompositionen wie das ,,Preludio" aus der Partita E-Dur von Johann Sebastian Bach erschien in der Transkription für Harfe ganz neuartig, feiner, durchsichtiger, ,,fast noch schöner als das Originat",.wie eine Zuhörerin meinte.
Ein gewisses Gegengewicht zu den eher verhaltenen Tönen der Harfe bildeten die beiden Werke für Orgel solo, in denen die besonderen Eigenarten der ,,Königin der Instrumente" gut zur Geltung kamen. Der Organist stellte mit virtuoser Interpretation einmal eine Form von Programn-Musik vor. Einen Ausschnitt aus dem Werk des Vorgängers von Bach in Leipzig, Johann Kuhnau (1660-. 1722), ,,Musicalische Vorstellung einiger biblischer Historien" über ,,Sanls Traurigkeit und Unsinnigkeit". Hier konnte er für den raschen Wechsel der Stimmungen und Bilder im wahrsten Sinne des Wortes ,,alle Register ziehen". In der ,,Dorischen Toccata" von Johann Froberger (1616 -1667) dagegen klingt die Orgel eher wie gewohnt, kräftige homophone Klangblöcke und präludierende bewegte Teile wechseln mit fugenartigen Abschnitten und ergeben einen interessanten Gesamtemdruck:
Höhepunkt des Abends aber waren gewiss die Kompositionen für Harfe und Orgel. Hier zeigten die Ausführenden ein, trotz der räumlichen Entfernung - die Harfe vorne unten im Altarraum, die Orgel oben hinten auf der Empore - sehr überzeugend bestens aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. Es entstand ein vollkommen einheitiches Klangbild; äußerst präzise im Wechsel der Instrumente ergab sich eine Art lebhaftes Zwiegespräch, in dem sich Orgel und Harfe die Themen und Motive zuspielten, sich in der Führung ablösten, sich gegenseitig anregten oder imitierten. Dabei setzten die Künstler. die ganze Skala von Ausdrucksmöglichkeiten ihrer jeweiligen Instrumente ein: Frische unbekümmerte Fröhlichkeit, stürmische rasante Läufe (unglaublich, mit welcher Fingerfertigkeit die Harfenistin diese auf einem Tasteninstrument wesentlich einfacher zu realsierenden Passagen darzustellen vermochte!), stille Besinnlichkeit und zarte Poesie. Das gilt uneingeschränkt für die beiden deutlich von der Klassik beeinflussten Werke: ,,Secondo Concerto G-Dur" von Pedrojose Blanco (1750 -1811) und das ,,Concerto G-Dur" von Georg ,Christoph Wagenseil (1715 - 1777). Besonders überzeugend aber waren die Vielfalt der Klanggestaltung und der rhythmischen Ausformung in den ,,Obras de Müsica Tecla y Arpa"von unbekanntenspanischen Meistern des 16. Jahrhunderts, einer Zeit, in der in Spanien die Musik für Orgel und Harfe eine besondere Blüte erlebte. Zwischen homophonen Ecksätzen, die stark an alte für die Renaissance typische Madrigale erinnerten, hörte man mehr solistisch geprägte Zwischenspiele, mal ganz zart und gefühIvoll von der Harfe, mal flott und lustig, dann wieder kräftig mit spanischem Temperament, wobei der stark akzentuierte synkopische Rhythmus durch Klopfen auf das Holz der Harfe unterstützt wurde. Ein ganz besonderer Musikabend
Allerzeitung, 25.08.2000

SYLVESTERKONZERT 1998 Mit ergreifenden Klängen das Friedensjahr verabschiedet
Mit aufwühlenden Klängen begann das Konzert: Jo Ehrentreichs Vertonung des Psalms 137 mischte auf faszinierende Weise fast schon impressionistische Laute mit Klopfgeräuschen, mittels Geigenbogen erzeugte Streichklänge und diverse mit dem obligaten Hängebecken erzeugte Toneffekte. Dabei erwies sich Brigitte Langnickel-Köhler als Allroundtalent, das alle Instrumente virtuos zu spielen verstand. WN 2.1. 1999

,,WAS HARFENKLANG VERMAG KANNDAVID BESTENS ZEIGEN,, (Harfe und Cembalo)
Mit diesem Titel Ihres Abends in der LVHS Freckenhorst faszinierten Sie in gemeinsamer Kreation mit Ihrem Mann, Professor Langnickel, die Gesamtheit Ihrer Zuhörer und wiesen zugleich durch Ihr schöpferisches Spiel auf einen Weg ,,Auf der Suche nach einem gelingendem Leben", dem Motto der diesjährigen Sommeruniversität. Bezaubernd wirkten auch Ihre liebenswerten Zeremonien.
Ich danke Ihnen Beiden für das Erlebnis, für dessen Eindruck ich keine angemessenen Worte finde. Elisabeth Gallenkemper
Ahlen, 24.7.2000

Der Seele Flügel Verliehen
Wieder musikalischer Volltreffer in Räschen. Konzert für Harfe und Orgel
Großräschen. Ein Konzert für Harfe und Orgel, dargeboten von Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) und Prof. Reinhard Langnickel (Orgel) aus Herford entrückte die Zuhörer in eine andere Sphäre. 90 Minuten zogen die Künstler die Besucher des Konzertes in ihren Bann.
Im Mittelpunkt des sehr durchdacht zusammengestellten Programms stand die biblische Geschichte von David, der mit seinem Saitenspiel die Depression des Königs Saul vertrieben hat (1. Samuel 16). Die Verbindung zwischen der Orgelsonate zu diesem Thema von Johann Kuhnau (um 1700 Thomaskantor in Leipzig) und dem ,,Psalterion of ten Strings" für Harfe von dem israelischen Komponisten Max Stern brachte den Prozeß der ,,Befreiung der Seele" auf musikalischem Wege sehr gut zum Ausdruck. Die Künstler verstanden es, die menschliche Seele aus dem Schatten herauszuführen und ihr Flügel zu verleihen. Ein gekonnter Ubergang zwischen Orgel- und Harfensob und zurück, obwohl die Interpreten mit ihren Instrumenten weit voneinander entfernt postiert waren -die Harfenistin im Altarraum, der Organist am Instrument auf der Empore.
Der Auftakt des Konzertes durch das bekannte Concerto B-Dur op. 4 Nr.6 von Georg Friedrich Händel gab allen Hörern einen guten Einstieg. Ein Lächeln lockten die Variationen für das Lied ,,Unter den Linden grüne" hervor; denn Registrierung und Interpretation dieses Orgelstückes von Jan Pieters Sweelinck waren gekonnt. Unvergessen wird auch die Solophantasie für Harfe von Camille Saint-Saens bleiben. Die Interpretin erreichte es mit einer hohen Ausdruckskraft und einem intensiven Einfühlungsvermögen, nicht nur das Werk gut zu gestalten, sondern auch gleichzeitig dem Besucher den Stil französischer Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts und die musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten der Harfe nahezubringen: Starke Töne über tragende Klänge hinweg bis hin zum verhauchenden Pianissimo des höchsten Tones. Gelungen ! Hans-Udo Vogler

Mit dem Langnickel-Duo stellte sich am Sonnabend in der Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel, ein Künstlerehepaar vor, das dem Zusammenspiel von Harfe und Klavier mit einem vom Barock bis zur Moderne reichenden Programm einen ungewöhnlichen kammermusikalischen Reiz verlieh.........Ein perfektes Duo, meisterhafte Interpreten.
Braunschweiger Zeitung,16.März 1999

Detmold
Kammerkonzert mit Harfe und Hammerklavier inder Martin-Luther-Kirche
Die beiden Instrumente ergänzten sich „wie ein Liebespaar" ......

,,Erard-Duo" in der PeterskircheKlänge der besonderen ArtVon Michael Beughold Bielefeld. Musik für Harfe und Klavier, das klingt apart, nach Anmut und nach aristokratischem Salon, und bescherte der Kirchdornberger Peterskirchen-Konzertreihe unschwer ein volles Haus voller neugieriger Ohren. Musik für Harfe und Clavier, dies könnte wohl auch leicht ein wenig geschmäcklerisch klingen. wenn nicht die Ausführenden Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel hießen und Originalkompositionen aus der Blütezeit dieser Besetzung so wunderbar authentisch auf historischen Originalinstrumenten musizierten.

Die alten Instrumente zum Singen gebracht
Das Konzert für Harfe und Clavier am Sonntag in der Peterskirche, ausgeführt vom Erard-Duo mit Brigitte Langnickel- Köhler an der Londoner Erard Harfe von 1805 und Reinhard Langnickel am Longman & Broderip Pianoforte von ca. 1780 war so recht nach den Wünschen des Publikums. Die Besucher waren von den zarten, fragilen „trippelnden" Klängen, die auf den historischen Instrumenten erzeugt wurden, restlos begeistert.

Den Klangkosmos ausgelotet Langnickels eindrucksvolle Hörprobe auf dem Erard-Flügel
....Was indes am Montag im Erbdrostenhof zu hören war, müßte noch dem letzten Skeptiker Vorbehalte ausblasen hinsichtlich jener Instrumentengeneration, zu der auch der stattliche Erard-Flügel von 1880 aus der Sammlung des Landschaftsverbandes gehört. An den Tasten saß Reinhard Langnickel, ein superber, erstklassiger Pianist und Kenner solcher Instrumente. ....man hatte zum Schluß das verblüffende Gefühl,so und nur so kann diese Musik klingen! Dazwischen lag ein ganzer Klangkosmos, den Langnickel sorgfältig und überaus differenziert auslotete.
Wie er erst schemenhaft die ,,versunkene Kathedrale" wahrnahm, sich ihr langsam näherte und dann in ganzer Erhabenheit vor ihr stand, das war einfach grandios., l'a Lugubre Condola II", „Csardas macabre" - der späte Franz Liszt ist, für den Erard-Flügel wie geschaffen.........

Für die Überraschung des Abends sorgte Langnickel mit,,Le danze del Re David" einem durchkomponierten siebenteiligen Klavierzyklus op. 37 von Mario Castelnuovo-Tedesco.... Ein wahres Feuerwerk, das Langnickel entfachte, voller Kraft und charakteristischer Farbe. Und daß Bartok, selbst Schönberg sich auf einem Erard spielen lassen, verriet er ganz zum Schluß. Hoffentlich komm dieser vortreffliche Musiker bald wieder nach Münster! Chr. W. Schulte im Walde Westf. Nachrichten

Brigitte Langnickel-Köhler looked as fair as her golden Erard harp. Her agile fingers touched the string so lightly and swiftly in response to the forte-piano played with great and sensitivity and refinement by Reinhard Langnickel that I felt I almost heard birds singing! Elena Polonska, Paris

Künstlerpaar bescherte Publikum stimmungsvollen Abend
Ahlen (mts). In der traditionellen Reihe ,,Kirchenmusik in St. Marien" wurde am Sonntag zu einem Konzert für Harfe und Orgel mit Brigitte Langnickel-Köhler und Prof. Reinhard Langnickel eingeladen.....Die Orgel, nicht zu unrecht die Königin der Instrumente bezeichnet, und das nuancierte Harfenspiel ergänzten sich in hervoragender Weise.

Ruhrnachrichten Dortmund Reinhard Langnickels ausdrucksvolles Spiel, sein feinnuancierter Anschlag und seine an historischer Ausführungspraxis orientierte Artikulation gaben den Stücken von J.Kuhnau einen sehr transparenten, leichten Ton.
Im ,,Psalterion of Ten Strings" erwies sich Brigitte Langnickel-Köhler als Meisterin ihres Instrumentes. Wie vorzüglich verstand sie es, durch differenzierte lntonatians- und Modulationstechniken ihrem Instrument immer wieder neue, ungeahnte Klänge zu entlocken: Ob das Flirren der heißen Luft der Wüste oder die Gewalt eines Sandsturmes, alles wurde erahnbar.

MDR-Musiksommer: ,,Hörfenster
" Schafe blökten melodiös Schon mal blökende Schafe in einem Stück für Harfe und Klavier gehört? Nein? Dann kennen Sie wahrscheinlich auch den isrealischen Komponisten Max Stern nicht.Denn bei Stern kommt es durchaus vor, daß der Pianist nicht nur mit den Händen spielt, sondern gleichzeitig auch noch auf einer Kazoo bläst - und die erzeugt eben diese naturalistischen Töne............Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel boten Musik für alle Sinne,die der Stimmung einer Johannisnacht durchaus entsprach. Im Saal hängen Bilder von Rubens und van Dyck und laden ein zur Sinnesabschweifung.Und das war den beiden Musikern nur recht:WoIfgang Köhlers Sieben Meditationen op.64 etwa sind eingängige und ruhige Melodien, deren Weitschweifigkeit zum Meditieren zwingt.
Mit großzügiger Bescheidenheit nennen die beiden ihr Ensemble einfach DAS DUO. Bei Köhler wird klar warum: Die beiden agieren so beseelt und harmonisch miteinander. wie es nur Partner können. Da breitet der eine sein Inneres offen und ehrlich vor dem anderen aus.
Eine Uraufführung gab es auch diesmal - eben jenen Max Stern. „Jacob Struggling with the Angel" ist eine alttestamentliche Episode. Weil der Kampf zwischen Jacob und dem Engel inmitten seiner Herde stattfand, müssen die Schare mächtig geblökt haben, Stern komponierte es mit. Zur Erheiterung der Zuhörer, denn die Schafe blökten nicht nur unkontrolliert, wie dies zuerst der Pianist vormachte, sondern gespielt durch die Harfenistin auch sehr meIodiös....... MDR-Pressespiegel 1997

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