Harfe und Cembalo

Jubiläumsauftakt:
Konzert im Bürgerhaus 1250 Jahre Freckenhorst

 

4.2. 2001
Probenfoto





Hörbeispiele aus dem Programm:

aus G.F.Händel, Suite á deux :
Allemande (Ausschnitt) MP3 990 Kb
Courante (Aussch.)MP3 987Kb
Chaconne(Ausschn.)MP3 865Kb

"Flores de musica": Die Musik im Blumenmeer , 21.10.01

Ehepaar Langnickel musizierte in Eilshausen Thomas Dohn
Die musikalische Kombination von Harfe und Cembalo ist in unseren Tagen eher selten. Reinhard Langnickel (Cembalo) und Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe) führten sie in ihrem Konzert in der evangelischen Kirche Eilshausen vor.

Denkt der Musikliebhaber heute an barocke Musik, an das barocke Orchester, fällt ihm als Generalbass-Instrument häufig nur Orgel und Cembalo ein. Dass die Harfe im Barock selbstverständlich dieselbe Funktion hatte und auch als Soloinstrument geschätzt war, ist gewöhnlich nicht so geläufig. Dass dem aber so war, machte das Ehepaar Langnickel klar.
Vor allem Werke für zwei Instrumente eines allseits bekannten Komponisten präsentierten die beiden: Georg Friedrich Händel. Die anderen Tonsetzer werden wohl eher den Spezialisten bekannt sein. Viele dieser Werke können und werden auch häufig von zwei gleichen Instrumenten gespielt. Das macht das Zuhören nicht einfacher. Die Kombination moderne Harfe und Cembalo aber wohl.
Denn der silbrig-helle Klang des Cembalos und der schwerere der Harfe mischen sich nicht perfekt; daher lassen sich die musikalischen Strukturen des Werkes und das Konzertieren der Instrumente miteinander deutlich hervorheben.
Die Langnickels ließen die Werke aufleben. Spanische Tanzsätze aus dem frühen 16. Jahrhundert kamen schwungvoll daher, in der "Suite à-deux a-moll" von Händel war nichts von barocker Steifheit zu spüren. Ebenso in den Sätzen aus den "Pièces de Clavecin" von Jean Philippe Rameau, die schon gern einmal sehr höfisch werden; Reinhard Langnickel lies es nicht so weit kommen. Seiner Frau gelang mit Camille Saint-Saèns "Fantasie" ein schöner Ausflug in die Welt des Romantisch-Sehnsüchtigen. Viel Applaus.

Joseph Blanco "Secondo Concerto" 2.Teil (3,83 Mb)

und Antonio Valente "Lo Ballo dell´Intorcia (605 kb)

 

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