Harfe und Pianoforte erklangen im
Galeriekonzert im Schloss
Zugleich ein Genuss und ein Aha-Erlebnis
Zugleich einen Genuss und ein Aha-Erlebnis
bot das Galeriekonzert mit Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe)
und Reinhard Langnickel (Pianoforte) aus Warendorf am Mittwoch im
Marmorsaal von Schloss Elisabethenburg. Ein Aha-Erlebnis war das
Konzert sogar in mehrfacher Hinsicht: Zum einen klangen die
beiden historischen Instrumente aus LondonerWerkstätten, wie im
Programm angekündigt,
tatsächlich sehr ähnlich. Zum anderen gab es ausschließlich
Werke prominenter Komponisten zu hören, darunter von Boieldieu,
Haydn, Dussek und Beethoven. Ein Beweis für die Beliebtheit
dieser für heutige Ohren ungewöhnlichen Besetzung um 1800. Das
musikalische Erlebnis war frappierend, sowohl im solistischen
Vortrag als auch im Zusammenspiel.
Reinhard Langnickels differenzierter Anschlag ermöglichte ihm
eine geradezu delikate musikalische Sprache. Ebenso virtuos,
klangschön und ausdrucksstark musizierte Brigitte Langnickel-Köhler.
Beide Duo-Partner nahmen das Publikum mit auf eine lebendige
Reise in die Welt der Klangfarben um 1800. Auf sehr persönliche
Weise stellten sie ihre Instrumente vor.
Unmittelbares Erleben
Auch in der Pause erklärten sie dem begeisterten Publikum
unermüdlich weitere Details. Unmittelbarer kann man sich einen
Kammermusik-Abend kaum wünschen. Und selten ist historische
Aufführungspraxis so spannend. Maren Goltz Meininger
Tageblatt, 22.10.2004
ERARD DUO
Hier sehen Sie eine Einfachpedal-Harfe, erbaut von Sebastian
Erard, London 1805 und eine Doppelpedalharfe, ebenfalls von Erard,
Paris 1837

Pianoforte erbaut von Longman & Broderip, London ca.1780

Nachdem DAS DUO jahrelang ausschließlich auf
modernen Instrumenten konzertiert hat, präsentiert es nun als ERARD-DUO auf Originalinstrumenten Musik
der Erard-Zeit (1752-1855)
Sebastien Erard (1752-1831) und sein Neffe Pierre (1796-1855)
waren Pioniere sowohl im Harfen- wie im Klavierbau in Paris und
London und lieferten durch ihre Erfindungen entscheidende Impulse
für den modernen Instrumentenbau.
Vornehmlich die "Erard-Zeit" (1752-1855) brachte eine
Fülle von Duos für die damals sehr ähnlich klingenden
Instrumente Klavier und Harfe hervor. Es erklingen Werke von
Dussek, Pleyel, Boieldieu, Naderman, Beethoven, etc. Dargeboten
auf Originalinstrumenten jener Zeit, versetzen sie uns zurück in
jene Epoche.
KARDINAL-DöPFNER-HAUS FREISING 5.5.2005


